WIR und ANDERE KIRCHEN

Hier gibt es Informationen über:

WAS IST DIE EMK?

TAUFE und ABENDMAHL

KIRCHENGLIEDSCHAFT (Glieder/ Angehörige /Freunde)

BEZIEHUNGEN ZU ANDEREN KIRCHEN (Ev. Allianz / Ökumene / Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft)

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Was ist die EmK? 

Der Name Evangelisch-methodistische Kirche beschreibt im Wesentlichen, was diese Kirche ist und wohin sie gehört:

Evangelisch heißt sie, weil sie in der Verkündigung des Evangeliums ihren Ursprung hat. Diese Botschaft von der Liebe Gottes, die allen Menschen ohne Vorbedingung gilt, ist Inhalt und Maßstab für das Leben der Kirche und ihrer Mitglieder. Darum ist die Evangelisch-methodistische Kirche auch mit allen anderen protestantischen Kirchen verbunden.

Methodistisch war ursprünglich eine spöttische Bezeichnung für eine Gruppe junger Studenten in Oxford (England) im 18. Jahrhundert. Sie versuchten konsequent und "mit Methode" ihren christlichen Glauben zu leben - durch  regelmäßiges Bibelstudium, gemeinsame Gebete, Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen.  Der junge anglikanische Pfarrer John Wesley (1703-1791) wurde bald zur führenden Persönlichkeit dieser Erneuerungsbewegung der anglikanischen Kirche. Er wandte sich gegen eine Glaubenspraxis, die in Äußerlichkeiten erstarrt und den Menschen keine Hilfe ist bei ihrer Suche nach Spiritualität und Mystik, nach erfahrbarem Glauben und nach einem wirklichen Leben in der Nachfolge Christi. Er wollte aus der anglikanischen Kirche wieder eine Kirche der Herzensreligion machen, die von Glauben, Liebe und Freude geprägt ist.

Kirche wollte die methodistische Bewegung ursprünglich gar nicht werden.  Aber die Not und die Entwicklung innerhalb seiner Kirche und der damaligen Gesellschaft brachten John Wesley dazu, die Menschen, die durch methodistische Verkündigung zum Glauben gekommen waren, in Gruppen und Gemeinschaften zu sammeln. Dort fanden sie den Lebensraum für ihren gelebten Glauben.

Dieses Verständnis von Kirche, die aus einer Bewegung entstand und in Bewegung zu bleiben versucht, finden wir auch im Neuen Testament: Menschen werden durch den Heiligen Geist zum Glauben geführt und zu einer verbindlichen Gemeinschaft berufen. Die Zusammengehörigkeit der Glaubenden mit Christus als dem Haupt und mit den anderen Gliedern der Gemeinde gehört zum Charakter der christlichen Kirche. Kirche ist darum auch nichts Fertiges, Abgeschlossenes. Sie bedarf der ständigen Erneuerung durch den Heiligen Geist. Sie verändert sich durch die Menschen, die sich ihr anschließen, ihre konkrete Gestaltung ist deshalb eine fortdauernde Aufgabe derer, die zu ihr gehören und Jesus Christus nachfolgen. Was für den Glauben gilt, kennzeichnet auch unser Verständnis von Zugehörigkeit zur Kirche: Wir sind zur eigenen freien Antwort auf Gottes Handeln eingeladen.

Derzeit gehören mehr als 60 Mio. Menschen weltweit zu methodistischen Gemeinden. Damit ist unsere Kirche eine der größten protestantischen Kirchen weltweit. 

In Deutschland gehören über 60.000 Menschen zur EmK. Sie ist der deutsche Zweig der internationalen United Methodist Church und  unterhält in Deutschland mehrere Krankenhäuser, Altenheime und Einrichtungen für Suchtkranke. Zu ihr gehört außerdem die Theologische Hochschule in Reutlingen, an der Pastorinnen und Pastoren ausgebildet werden. Mehr Informationen unter: www.emk.de

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TAUFE und ABENDMAHL

Die Evangelisch-methodistische Kirche kennt zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Sakramente sind von Jesus Christus selbst eingesetzte Handlungen, die wir nach seinem Willen tun sollen.

Die Taufe ist ein sichtbares Zeichen, in dem uns das Heil in Jesus Christus verkündigt und zugesprochen wird. Gott liebt uns, bevor wir uns ihm zuwenden. Die EmK praktiziert die Kinder- oder Erwachsenentaufe. 

Die Kindertaufe erwartet aber immer den Glauben des gereiften Menschen als Antwort auf die Versprechen Gottes. Die Ortsgemeinde und Eltern/Erziehungsberechtigte versprechen vor Gott, dass sie dem Täufling auf dem Weg des Glaubens helfend mit Gebet und Unterstützung zur Seite stehen wollen. In der Aufnahme als Kirchenglied erfolgt die Antwort des Glaubenden auf die Verheißungen Gottes in seiner Kindertaufe.

Mit und in der Erwachsenentaufe (ab Religionsmündigkeit, mit 14 Jahren, wenn vorher keine Kindertaufe erfolgte), bekennt der Täufling seinen Glauben an Jesus Christus und wird damit auch Glied der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Durch den Akt der Taufe und die Aufnahme als Glied der Gemeinde (und damit auch der Kirche) wird die persönliche Glaubensantwort eines Menschen auf Gottes Ruf und auf das Angebot des Heils in Jesus Christus öffentlich hörbar und sichtbar.Die Evangelisch-methodistische Kirche erkennt die Taufen aus den anderen Kirchen  an, sofern diese zur Ökumene gehören und praktiziert darum keine Wiedertaufe. Die Taufe ist ein ewiges Versprechen Gottes, dass durch nichts aufgelöst werden kann.

Einmal im Monat feiern wir in unserem Gottesdienst das Abendmahl. Jede und jeder, der / die die Hilfe und Kraft Gottes (wieder oder neu) in Anspruch nehmen will, ist dazu herzlich eingeladen.

Jesus Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28)

Die Evangelischen Kirchen in Deutschland und die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland gewähren einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Darum feiern wir das Abendmahl als offene Einladung für alle, die um seine Bedeutung wissen. Auch Gäste und Kinder sind dazu eingeladen. Im Abendmahl werden Brot und roter Traubensaft statt Wein gereicht. Unvergorener Saft deswegen, damit niemand des Alkoholgehaltes wegen fernbleiben muss.

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KIRCHENGLIEDSCHAFT

Christen leben in der größeren Gemeinschaft der Glaubenden. Andere Menschen haben uns den christlichen Glauben überliefert. Für die Gestaltung eines Lebens aus dem Glauben an Christus brauchen wir die anderen Glieder der Gemeinde. Glaube und Gemeinschaft gehören nach dem Zeugnis des Neuen Testaments und nach unserer eigenen Erfahrung unauflöslich zusammen. Im Neuen Testament wird die Gemeinde als ein Leib mit verschiedenen Gliedern dargestellt (Römer 12; 1. Korinther 12). Christ-Sein ohne lebendige Verbindung mit einer Gemeinde und damit einer Kirche ist im Neuen Testament unvorstellbar. Darum sind alle, die Jesus Christus im Glauben angenommen haben, auch in den leib Christi eingegliedert (Römer 6). Diese Eingliederung wird durch die Aufnahme in die Gemeinde, den irdischen Leib Christi, sichtbar und erfahrbar.

Wenn wir zum Glauben finden und Christen werden, gliedert Gott uns ein in den universalen Leib Christi, in seine unsichtbare, weltweite Kirche. Wir können uns das nicht aussuchen, aber wir sind herausgefordert, es mit Leben zu füllen, indem wir uns verbindlich zu einer konkreten Gemeinde und Kirche halten, in ihr mitarbeiten, für sie beten, sie mit unseren Spenden unterstützen und als Mitglieder richtig dazu gehören. Das jedenfalls ist das Ziel des Hineinwachsens in eine Gemeinde.

Wir kennen in der EmK: Kirchenglieder, Kirchenangehörige und Freunde.

Kirchenglieder (Mitglieder)

Als Kirchenglied können Sie / kannst du aufgenommen werden, wenn Sie / Du getauft sind / bist (als Kind oder Erwachsener), vor der Gemeinde ein persönliches Glaubensbekenntnis abgelegt und die Bereitschaft zur Nachfolge und zur Beteiligung am Gemeindeleben ausgedrückt haben / hast.

Was bedeutet bei uns die Kirchengliedschaft in rechtlicher Hinsicht?

Glieder der Evangelisch-methodistischen Kirche gehören zu einer Kirche, die - wie die evangelischen Landeskirchen oder die römisch-katholische Kirche - den Status einer "Körperschaft des Öffentlichen Rechts" (K.d.Ö.R.) besitzt. Allerdings verzichtet die EmK auf ihr Recht, Kirchensteuer durch das Finanzamt einziehen zu lassen. Jedes Kirchenglied der Evangelisch-methodistischen Kirche legt selbst fest, wie viel es für die Arbeit der Kirche und ihrer Einrichtungen beitragen will.

Kirchenangehörige

Dazu gehören z.B. unsere in der Kirche getauften Kinder. Aber auch andere Kinder und Erwachsene können, sofern sie sich am Gemeindeleben beteiligen wollen, in das Register der Gemeinde eingetragen werden und so rechtlich zur Kirche gehören. Wer getauft ist, gilt als Kirchenangehöriger, Ungetaufte als Kirchenzugehörige. Beides ist nicht als Dauerzustand gedacht, denn das Ziel ist langfristig die verbindliche Kirchengliedschaft.

Freunde

Darüber hinaus gibt es noch die Freunde der Gemeinde. Das sind Menschen, die sich am Gemeindeleben beteiligen oder die Arbeit der Kirche finanziell unterstützen. Wer bei uns eine geistliche Heimat gefunden hat, kann in die Liste der Freunde aufgenommen werden.

Wenn Sie auch dazu gehören wollen - als Freund, Angehörige(r) oder Mitglied - dann melden Sie sich  doch  im Gemeindebüro. Wir freuen uns auf Sie!

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Wir und andere Christen - ALLIANZ und ÖKUMENE

Gemeinsam mit den anderen christlichen Kirchen bekennen wir im Apostolischen Glaubensbekenntnis die Fundamente unseres Glaubens:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.
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Wo immer es geht arbeiten wir darum mit anderen Christen zusammen. Denn die Evangelisch-methodistische Kirche versteht sich als Teil der einen Kirche Jesu Christi. Sie weiß sich in die größere Gemeinschaft von Kirchen und Gemeinschaften (Ökumene) eingebunden und arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit vielen von ihnen zusammen. Das geschieht vor allem in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und der Evangelischen Allianz. So sehen und erfahren Methodisten das Leben der eigenen Gemeinde und Kirche in der größeren Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern; sie entdecken dabei den größeren Horizont des vielfältigen Handelns Gottes in der Welt.

Im Wesentlichen Einheit, im Unwesentlichen Freiheit, in allem aber Liebe! 

(Pfarrer John Wesley, Gründer der methodistischen Bewegung)

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Evangelische Allianz (EAD)

Die Evangelische Allianz ist der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gemeinde- und Gruppenzugehörigkeiten. Gegründet wurde sie 1846 in London. Gerne kommen wir mit unterschiedlichsten Christen zum Gebet und zu gemeinsamen evangelistischen Aktionen zusammen. Ein Höhepunkt ist die Allianzgebetswoche immer am Anfang des Jahres. 

Vereinigung Evangelische Freikirchen (VEF)

Zusammen mit 15 anderen Freikirchen bildet unsere Kirche die Vereinigung Evangelischer Freikirchen. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen tauschen wir uns intensiv untereinander aus und treiben gemeinsame Anliegen voran.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Die Einheit der Christen zu fördern, ist das Ziel der ökumenischen Bewegung. Von äthiopisch-orthodox bis zu den Quäkern sind alle dabei. In aller Unterschiedlichkeit Herkunft, Prägung, Geschichte und Tradition wird von allen diesen Kirchen gesehen, dass wir an den einen Gott glauben. Dieses einende Band wollen wir stärken.

Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit 

der Evangelischen Kirche in Deutschland

1987 haben die Evangelischen Kirchen in Deutschland und die Evangelisch methodistische Kirche in Deutschland einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft gewährt. Seitdem arbeiten wir in gegenseitiger Anerkennung kirchlichen Handelns.

Innerhalb der beteiligten Kirchen und nach außen ist diese Form der Gemeinschaft von Kirchen und ihrer Glieder ein Zeichen von Versöhnung und Einigung, nach dem angesichts der Zersplitterung der kirchlichen Landschaft vielerorts drängend gefragt wird. Zwischen den evangelischen Kirchen wird diese Gemeinschaft bereits seit 20 Jahren mit inzwischen selbstverständlicher Routine praktiziert.

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